Arbonia-Forster-Holding AG

Title

Arbon, 24.06.2008, 10:00 - 14:00

PDFRückblick laden
Fotogalerie

 

 

Ackergäule und Zirkuspferde

Dr. Edgar Oehler ist ein «Entrepreneur» der alten Schule – als Chairman und CEO der Arbonia Foster Holding (AFG) will er bleibende Werte schaffen. Auf die Meinung von Analysten legt er dabei keinen allzu grossen Wert, wie er am Best Practice Meeting ausführte.


Es sei gleich zu Beginn gesagt: Die frühmorgendliche Reise nach Arbon hat sich gelohnt. Für einmal war das Best Practice Meeting auf den Vormittag angesetzt, mit anschliessendem Networking-Mittagessen im Restaurant des neu errichteten Corporate Centers.


Gelohnt hat sich die Reise vor allem aber, weil Gastgeber Dr. Edgar Oehler den rund 60 Teilnehmenden einige spannende Ansichten vermittelte, wie er die AFG zu führen pflegt – und welche Bedeutung er dabei der Nachhaltigkeit beimisst. «Mein grösster Beitrag zum nachhaltigen Fortbestand der AFG ist, die Erwartungen der Analysten zu enttäuschen, indem ich langfristig plane und handle. Kurzfristiges Denken mag den Aktienkurs verbessern, doch ich möchte auch Werte schaffen für diejenigen, die nach uns kommen», umschreibt Dr. Edgar Oehler eine seiner Handlungsmaximen.


Qualitative Werte schaffen, die Wertschöpfung also, ist für die AFG von zentraler Bedeutung. Er habe lieber Ackergäule als Zirkuspferde, war eine weitere kernige Aussage des CEO. Die arbeitsamen Ackergäule verkörpern für Dr. Edgar Oehler den Inbegriff von Wertschöpfung. Ganz im Gegensatz zu den Zirkuspferden, die zwar schön anzusehen sind, seiner Meinung nach aber keine nachhaltige Wirkung entfalten. Der grösste Ackergaul sei übrigens er selber, meinte Dr. Edgar Oehler nicht ohne Selbstironie und Stolz.


Solch pointierte Aussagen blieben im Plenum nicht ohne Resonanz. Auf dem anschliessenden Rundgang durch die Produktionshallen der Forster Stahlküchen wie auch am Mittagessen wurde das Gehörte kontrovers diskutiert. Damit hatte das Best Practice Meeting sein Ziel erreicht: Eine branchenübergreifende Plattform zu bieten, auf der Networking stattfindet und jeder Teilnehmende praxisbezogene Denkanstösse für seinen Berufsalltag mitnehmen kann. In einem waren sich die Teilnehmenden übrigens einig: Ohne Fleiss kein Preis – und auch keine Nachhaltigkeit.

Zurück