Montreux Jazz Festival

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BackStage Meeting vom 17. Juli 2007: Montreux Jazz Festival

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BackStage Meeting vom 17. Juli 2007: Montreux Jazz Festival


Aus Liebe zum Jazz

Für das BackStage Meeting im Juli öffnete Claude Nobs exklusiv die Türen seiner drei Chalets hoch über dem Genfersee und verriet den 60 Teilnehmenden, weshalb viele Künstler am liebsten in Montreux aufspielen: Wegen ihm nämlich – seine Glaubwürdigkeit ist sein Kapital. Eine Inspirationsquelle war später auch das Dinner im Hotel Raffles Le Montreux Palace und das Konzert der anmutigen Norah Jones.

Würden Sie Ihre Kunden in Ihre gute Stube einladen? Dabei die Türen zu den anderen Zimmern weit offen lassen? Es ist gewiss auch für Claude Nobs keine Selbstverständlichkeit. Doch er tut es immer wieder. Weil er nicht anders kann. „Ich will mein Leben, meine Ideen und meine Liebe zur Musik, speziell
dem Jazz, nicht für mich behalten. Indem ich diese Werte mit anderen Menschen teile, erhalte ich ein Vielfaches zurück“, schwärmt der Gründer und Direktor des Montreux Jazz Festival. So hat er sich über Jahrzehnte hinweg den Respekt von Publikum und Künstlern erarbeitet. Letztere danken es ihm – nebst dem eigentlichen Auftritt am Festival – mit vielen kleineren und grösseren Geschenken, die aus seinen mittlerweile drei Chalets ein mit Raritäten gespicktes Jazzmuseum machen.

Dass er die Schmuckstücke nicht unter Verschluss hält, sondern ausgewählten Besuchern frei zugänglich macht, verdient Respekt. Dass er dabei Geschäftsmann bleibt und die Chalets auch als Plattform für Sponsoren und Werbepartner nutzt, ist legitim. Claude Nobs weiss nach über vier Jahrzehnten Jazz Festival sehr genau: Es ist ein Geben und Nehmen. Wobei er das Geben immer an erste Stelle setzt.

Die Türen sind offen

So war es auch an diesem drückenden Dienstagnachmittag, als er die Teilnehmenden des SMG BackStage Meetings begrüsste. Gewitterzellen liegen in der Luft, doch Claude Nobs lässt sich nicht aus der Ruhe bringen. Er erzählt vom Neubau seines Chalets, schwärmt vom Konzert des Musikers Prince vom Vorabend. Hier oben, hoch über dem Genfersee, wird klar, weshalb viele  Künstler gerne in Montreux spielen. Wegen ihm. Claude Nobs ist glaubwürdig, weil man seinem offenen Wesen und seiner Art, Menschen zu behandeln, Respekt zollt. Die offenen Türen seiner Chalets sind das perfekte Symbol dafür.

Claude Nobs hat sich all die Jahre hinweg seine Echtheit und Leidenschaft bewahrt. Diese Glaubwürdigkeit ist nicht mit Geld aufzuwiegen. Es ist darum kein Geheimnis, weshalb die Stars bei ihm aufspielen. Etwa Prince? „Ich habe ihn gefragt, und er hat zugesagt“, schmunzelt Claude Nobs.

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